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Hartnäckige Irrtümer übers Zähneputzen

Das richtige Zähneputzen wird bereits im Kindesalter erlernt, oder zumindest sollte es so sein. Manches, was wir erlernen, gerät jedoch in Vergessenheit oder wurde als Kind falsch verstanden. Viele Erwachsene wissen gar nicht, wie viele Irrtümer über das Zähneputzen sich so über Jahre hinweg fortsetzen und damit langfristig Einfluss auf die Zahngesundheit nehmen. Wir von der Zahnarztpraxis Dr. Miketta in Frankfurt Bergen-Enkheim nennen die häufigsten Irrtümer und erklären, was daran falsch ist.

Die Top 4 der häufigsten Irrtümer

Die Putzbewegung muss kreisend sein?

Das ist so leider nicht richtig, jedoch ein sehr häufig festzustellender Irrtum bei Erwachsenen. Das Problem hierbei ist, dass der Zahnfleischrand mit dieser Methode nicht sauber wird. Leider sitzen gerade dort die meisten Bakterien. Aufgrund dieser falschen Bewegung können sich diese verbreiten und Zahnkrankheiten wie zum Beispiel eine Parodontitis oder Karies an den betroffenen Stellen auslösen.

Wesentlich gründlicher erfolgt die Reinigung, wenn die Zahnbürste im 45-Grad-Winkel am Zahnfleischrand angelegt und mit leichten Rüttelbewegungen hin- und herbewegt wird. Es sollte vom Zahnfleisch zum Zahn gebürstet werden. Vergessen Sie nicht die Kauflächen und setzen Sie tief genug an, um die Ränder gründlich zu reinigen.

Je druckvoller, desto besser?

Die Zahnreinigung gelingt noch gründlicher, wenn man einfach nur fest genug schrubbt? Da müssen wir leider widersprechen. Je mehr Druck bei den Putzbewegungen ausgeübt wird, desto stärker ist der Abrieb des Zahnschmelzes. Wird der Abrieb eines Tages zu heftig, kann es passieren, dass die Zähne schmerzempfindlich werden und deshalb ein unangenehmes Ziehen beim Essen und Trinken bestimmter Speisen und Getränke auftritt. Dabei spielt auch die Zahnbürste eine Rolle. Ist sie zu hart, wird der Abrieb verstärkt. Deshalb sollte die Bürste am besten mittelhart sein und abgerundete Kunststoffborsten aufweisen. Des Weiteren ist es wichtig, dass die Zahnpasta nur wenige Schleifkörper besitzt, also nutzen Sie besser keine der zahlreichen Whitening-Pasten.

Whitening-Pasten machen die Zähne weißer?

Dem lässt sich nicht gänzlich widersprechen. Wie oben erwähnt, enthalten sie viele Schleifkörper, welche die anhaftenden Beläge, zum Beispiel von Kaffee oder Tee, entfernen. Sie hellen somit nicht im eigentlichen Sinne die Zahnfarbe auf, es entsteht nur der Eindruck von helleren Zähnen. Zahnersatz lässt sich gar nicht mit Whitening-Pasten aufhellen. Es besteht sogar das Risiko, dass dunkle Flecken zurückbleiben, wenn die Pasten dauerhaft benutzt werden. Denn langfristig wird der Zahnschmelz abgeschliffen und das gelbliche Dentin schimmert hindurch. Gegebenenfalls sollte mit dem Zahnarzt abgeklärt werden, ob nicht ein Bleaching besser zur Aufhellung der Zähne geeignet ist.

Zähneputzen genügt für die optimale Mundhygiene?

Natürlich ist es eine wichtige Voraussetzung für eine gute Mundhygiene, die Zähne regelmäßig und gründlich zu putzen. Dennoch reicht allein das Putzen nicht aus. Wichtig ist die Nutzung von Zahnseide zur Zahnzwischenraumreinigung sowie die Verwendung einer Mundspülung. Gerade in den Zahnzwischenräumen, die schwer zu reinigen sind, setzen sich gern Bakterien ab, die Karies auslösen. Deshalb ist nicht nur die Nutzung der Zahnseide wichtig, sondern auch der Kontrolltermin beim Zahnarzt. Auch eine professionelle Zahnreinigung sollte regelmäßig stattfinden, wenn möglich mindestens einmal im Jahr, denn hier werden die Zähne von hartnäckigen Belägen und Zahnstein befreit.