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Tabuthema Mundgeruch oder Halitosis

In unserer Gesellschaft nach wie vor noch immer ein Tabuthema, über das nur ungern gesprochen wird. Doch viele Menschen sind damit vertraut: Mundgeruch. Bislang hat sich auch die Wissenschaft des anrüchigen Themas kaum angenommen. Daher gibt es nur Schätzungen, wie viele Menschen in Deutschland unter Mundgeruch leiden: Es ist etwa jeder Dritte bis Vierte.

Viele der Patienten wissen häufig selbst nicht, dass sie von diesem Problem betroffen sind, da der unangenehme Geruch in der Atemluft selbst nicht wahrgenommen werden kann. Auch Mitmenschen scheuen sich häufig, das heikle Thema anzusprechen. Die simpelste Möglichkeit, um es doch festzustellen: Den Handrücken ablecken, warten, bis der Speichel getrocknet ist, und daran riechen.

Wie der „bad breath“ entsteht:

Die Ursachen für den schlechten Atem können vielfältig sein, jedoch ist in rund 80 Prozent der Fälle der Ursprung für den schlechten Atem im Mundraum zu finden. Allerdings können auch Allgemeinerkrankungen wie beispielsweise Diabetes, aber auch verschiedene Nahrungs- und Genussmittel (Alkohol, Zigaretten, Knoblauch) verantwortlich für den Mundgeruch sein. Manche Fälle von Mundgeruch sind aber auch auf die Einnahme bestimmter schwefelhaltiger Medikamente zurückzuführen. Das ist aber eher selten.

Mundgeruch, der auch tatsächlich im Mund- und Rachenraum entsteht, kann durch mangelnde Mundhygiene, einen schlechten Zahnstatus, Zahnfleischentzündungen, Parodontitis, Karies oder Erkältungen entstehen. In unserem Mundraum tummeln sich Millionen von Bakterien, die sich von Essensresten, abgestorbene Zellen und Blut ernähren. Ihre Ausscheidungsprodukte beinhalten flüchtige Schwefelverbindungen, die den unangenehmen Geruch auslösen. Normalerweise wird ein Großteil dieser Gerüche durch den Speichel abtransportiert. Ist der Speichelfluss aber gehemmt oder reduziert, verstärkt sich der Mundgeruch. Das ist auch der Grund, warum die meisten Menschen morgens nach dem Aufstehen oder wenn sie viel sprechen eher zu Mundgeruch neigen.

Die richtige Mundpflege: das A und O gegen Mundgeruch

Doch was tun bei Mundgeruch? Häufig versuchen Betroffene, den Geruch durch Kaugummi, Mundwasser oder andere Mittel zu überdecken. Die Wirksamkeit der Mittel besteht aber – wenn überhaupt – nur vorübergehend, da sie nicht ursächlich gegen den Mundgeruch vorgehen. Meistens ist der Zahnarzt der richtige Ansprechpartner. Er klärt ab, ob eine internistische Ursache vorliegt. Eine gründliche Untersuchung grenzt das Problem weiter ein.

Oft reicht eine professionelle Zahnreinigung, bei der auch die schwer erreichbaren Zahnzwischenräume gesäubert werden, das Training der richtigen Mundpflege und die richtige Pflege daheim (den Zungenrücken nicht vergessen!) schon für einen frischen Atem aus. Auch antibakterielle Mundspüllösungen können angewendet werden. Viel trinken und eine gesunde Ernährung tragen dazu bei, den Speichelfluss anzuregen und die schlecht riechenden Bakterien zu beseitigen. Ist allerdings eine Parodontitis oder Karies Grund für den Mundgeruch, ist eine schnelle Behandlung angeraten.

Folgenschwer erscheint Mundgeruch in der griechischen Mythologie, bekannt als der lemnische Frevel: Weil Aphrodite ihre Heiligtümer auf Lemnos vernachlässigt sah, strafte sie alle Frauen der Insel mit übelriechendem Atem. Als Folge blieben ihnen ihre Gatten fern und vergnügten sich stattdessen mit thrakischen Sklavinnen. Die eifersüchtigen Gattinnen brachten daraufhin in einer Nacht alle männlichen Bewohner der Insel um. Allein Thoas wurde von seiner Tochter Hypsipyle versteckt und überlebte.

Sollten Sie selbst von Mundgeruch betroffen sein, scheuen Sie nicht den Besuch in unserer Zahnarztpraxis in Frankfurt Bergen-Enkheim. Dr. Miketta kann Ihnen bei der erfolgreichen Bekämpfung des Mundgeruchs weiterhelfen.